Alternative Mittel zur Silikonbrust

fettSilikonbrüste waren bis vor kurzer Zeit noch eine stilvolle Alternative für viele Frauen, die ihre Brustgröße als zu klein empfanden. Eine neue, chirurgisch eingesetzte Silikonbrust konnte auch das psychische Leiden vieler Frauen reduzieren. Der PIP-Skandal sorgte jedoch für ein Umdenken. Im Zuge dessen wurde zahlreichen Frauen weltweit ein minderwertiges Silikon-Implantat eingesetzt, das im Extremfall schwere gesundheitliche Folgen haben konnte. Doch mittlerweile gibt es Alternativen zur Silikonbrust, bei denen auch die Gesundheit der Patientin kaum gefährdet wird.

Brust-Vergrößerung durch Eigenfett

In Deutschland tragen derzeit noch mehrere hundert Frauen ein unzureichendes und minderwertiges Silikonimplantat, so meinen Experten. Wer sich das Implantat entfernen lässt und dennoch nicht auf eine vergrößerte Brust verzichten möchte, der hat nun neue Möglichkeiten, beispielsweise die Brustvergrößerung durch Eigenfett (gefunden auf info-plastische-chirurgie.de)

Körperfett ist ohnehin ein ungeliebtes und leidiges Thema bei so ziemlich jeder Frau. Mit der neuen Operationsmethode können also gleich zwei Fliegen mit nur einer Klappe geschlagen werden. Allerdings ist es in der Regel vonnöten, dass mehrere OPs durchgeführt werden müssen. Denn das Fett wird nicht in ein Implantat gegeben, sondern direkt ins Gewebe eingeführt. Bis zu 350 Milliliter können pro Sitzung in das Brustgewebe eingebracht werden. Der Chirurg muss allerdings im Einzelfall entscheiden, ob dies möglich ist oder nicht.

Alternativ kann man auch auf erneute Implantate zurückgreifen. In diesem Fall werden die Kissen aber nicht mit Silikon gefüllt, sondern mit Kochsalz. Welche Methode sich am ehesten eignet, das hängt auch mit den physiologischen Voraussetzungen der Frau ab, die diese vorab mit ihrem Arzt klären sollte.

Bloß keine Sonderkonditionen in Anspruch nehmen

Doch auch bei der neuen, sicheren Methode der Brustvergrößerung gilt Vorsicht. Patientinnen sollten sich davor hüten, unseriöse und allzu attraktiv wirkende Angebote in Anspruch zu nehmen. Doch auch überteuerte Offerten können sich schlussendlich als unsinnig herausstellen.

Beispielsweise wird aktuell die Brustvergrößerung durch Fettgewebe angeboten, das durch Stammzellen angereichert wird. Angeblich soll dieses Verfahren noch sicherer und wirkungsvoller sein als die Brust-OP mit eigenem Körperfett. Bislang fehlen dafür aber Studienbelege, dafür müssen diese Therapien aber sehr teuer bezahlt werden. Ob dies wirklich gerechtfertigt ist, das ist unklar, weswegen sich Betroffene trotz aller Versprechungen nicht unbedingt zu diesem Verfahren verleiten lassen sollten.

Nur wenige Maßnahmen helfen wirklich

Bis auf die operative Brustvergrößerung helfen allerdings nur wenige andere Dinge, um die weibliche Brust zu vergrößern. Empfindet man die eigene Brust als zu klein, was vor allem in der Pubertät häufig der Fall ist, so sollte man das Ende der Wachstumsphase abwarten. Auch Eltern, vor allem Mütter, sind gefragt, ihren Töchtern zu vermitteln, dass spontane Wachstumsschübe während der Pubertät keine Seltenheit sind und sich die Brust von Mädchen zu Mädchen unterschiedlich schnell entwickelt.

Ein Irrglaube ist es übrigens zu denken, die Brust würde durch die Einnahme der Pille größer. Zumeist handelt es sich hierbei lediglich um ein subjektives Empfinden. Auch Sport oder Hormonbehandlungen nützen nichts. Nichtsdestotrotz sollte man über eine OP erst nachdenken, wenn die Brust zu einer psychischen Belastung wird.

Bild: Martin Cooper, flickr.com

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