Dehnungsstreifen und Schwangerschaftsstreifen

Dehnungsstreifen entstehen durch eine zu starke Dehnung der Haut. Durch die Überdehnung des Bindegewebes entstehen Risse in der Unterhaut. Diese sind irreparabel. Die anfänglich rot-blaue Färbung verblasst, dennoch bleiben helle Narben zurück. Oftmals treten Dehnungsstreifen während der Schwangerschaft auf und werden folglich als Schwangerschaftsstrafen bezeichnet. Körperregionen, die davon betroffen sind, sind z.B.  das Gesäß, Oberarme, Brüste und Bauch. Begünstigt werden Dehnungsstreifen bzw. Schwangerschaftsstreifen durch eine Bindegewebsschwäche. Bei Schwangerschaftsstreifen kommt hinzu, dass die Haut durch den veränderten Hormonhaushalt weniger elastisch ist. Dehnungsstreifen treten bei Übergewicht, bei bestimmten sportlichen Betätigungen (z.B. Bodybuilding), in Wachstumsphasen aber auch bei bestimmten medizinischen Behandlungen auf, wie bspw. bei einer Kortisonbehandlung.

Was kann man gegen Schwangerschaftsstreifen und Dehnungsstreifen präventiv tun?
Alle Maßnahmen, die die Festigkeit des Bindegewebes erhöhen, verhindern auch Dehnungsstreifen. Konkret gehört hierzu vor allem regelmäßiger Sport. Es gibt zudem einige Cremes, die verwendet werden sollten. Teure kosmetische Produkte sind meist nicht notwendig. Es sollte lediglich darauf geachtet werden, dass Vitamin E und hochwertige pflanzliche Öle enthalten sind.  Weiterhin helfen Massagen und Wechselduschen. Sie regen die Durchblutung an und festigen ebenfalls das Bindegewebe. Bei einer Schwangerschaft sollte verstärkt ab dem 3. Monat zu diesen Hausmitteln gegriffen werden, um sich vor Schwangerschaftsstreifen zu schützen.

Gibt es Möglichkeiten die unschönen Streifen wieder loszuwerden?
Da es sich bei Schwangerschaftsstreifen und Dehnungsstreifen um Narbengebilde handelt, ist eine komplette Entfernung nicht möglich. Man sollte auch bei der Rasur vorsichtig sein, damit es zu keinen Verwachsungen kommt. Jedoch gibt es einige Möglichkeiten die Ausprägungen zu mildern. Einem positiven Einfluss auf die Narbenbildung wird Vitamin-A-Säure zugeschrieben. Diese kann über Cremes auf die Dehnungsstreifen aufgetragen oder oral eingenommen werden.  Daneben gibt es die Möglichkeit der Kryotherapie.  Durch einen lokalen Kälteeinsatz  wird Narbengewebe abgetragen und die Dehnungsstreifen können sichtbar abgeflacht werden.  Alternativ können die Schwangerschaftsstreifen mit einer Fraxel-Lasertherapie  behandelt werden. Dieser Methode ist relativ neu auf dem Markt und wird oftmals als sehr innovativ beschrieben, da der Laser, durch die oberste Hautschicht hindurchgeht ohne sie zu verletzen. Er regt die Kollagenbildung an, wodurch die Haut sichtbar geglättet wird.

Die kosmetische Industrie hat in den letzten Jahren einige Fortschritte gemacht, was die Behandlung von Dehnungsstreifen und Schwangerschaftsstreifen angeht. Dennoch sind diese nie risikofrei und jedoch meist immer sehr kostenintensiv. Aus diesem Grunde, sollte soweit möglich, eine aktive Prävention betrieben werden, um sich diese Eingriffe finanziell ersparen zu können. Ist ein kosmetischer Eingriff notwendig, sollte man sich genauestens beraten lassen und auf die Seriosität der Anbieter achten, damit es beim Kampf gegen Dehnungsstreifen und Schwangerschaftsstreifen kein böses Erwachen gibt.

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 7.3/10 (4 votes cast)
Dehnungsstreifen und Schwangerschaftsstreifen, 7.3 out of 10 based on 4 ratings

Keine Kommentare

Kommentieren