Hyaluronsäure

Hyaluronsäure bildet einen elementaren Bestandteil des Bindegewebes. Chemisch betrachtet, handelt es sich beim Stoff um eine makromolekulare Kette aus Disacchariden. Für die Humanmedizin und ebenso für die ästhetische Medizin kommt der Hyaluronsäure eine hohe Bedeutung zu, da sie vielfältig eingesetzt wird. Oftmals wird bei der Säure von einem Wundermittel gesprochen. Doch ist sie dies wirklich?

Hyaluronsäure hat in der Tat viele wesentliche Charakteristika, die für den Menschen von Nutzen ist. Es wirkt als Platzhalter und Schmierstoff. Darüber hinaus ist das Disaccharid ein Transportmittel für Nährstoffe und Feuchtigkeitsspeicher. Trotz ihrer flüssigen Konsistenz ist sie sehr zäh. Nimmt die Last zu, die auf dem Stoff liegt, wird Hyaluronsäure flüssiger. Diese Eigenschaften zeichnen das Disaccharid aus und machen es so vielseitig verwendbar. Auch wenn Hyaluronsäure im Körper produziert wird, geht der Vorrat mit steigendem Alter zurück. Die Konsequenz ist, dass man faltig wird. Hier versucht die Medizin durch entsprechende Maßnahmen gegenzulenken.

Ein Anwendungsfeld von Hyaluronsäure ist die Behandlung von Knieproblemen. Die Substanz soll den Knorpel schützen, indem sie als zusätzliche Gelenkflüssigkeit fungiert. Diese Methode ist jedoch sehr umstritten, da die Erfolg nur bei einer beginnenden Arthrose zu verzeichnen sind. Langzeitstudien gibt es ebenfalls nicht, sodass man keine Aussagen darüber treffen kann, welche Auswirkungen eine solche Behandlung. Aus Ungewissheit über Wirkungen trägt die Krankenkasse die Kosten nicht, sodass der Patient die sehr teuren Behandlungen allein finanzieren muss.

In der ästhetischen Medizin ist die Wirkung weniger umstritten, sodass das Disaccharid als Faltenkiller gilt. Sie wird gespritzt oder als Creme oder Kapseln verwendet. In Cremes kann sie jedoch nicht ihre voll Wirkung entfalten, da Cremes nur an der Oberfläche wirken. Bei einer Spritze hält die straffende Wirkungen ein Jahr und länger.

Doch auch mit Nebenwirkungen muss bei einer Behandlung gerechnet werden. Hierzu gehören beispielsweise Schwellungen, Nervenschäden oder Infektionen. Es ist hier somit notwendig sich genausten vorher beraten zu lassen.

 

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