Lipödem

Lipödem kennen viele unter dem Begriff Reiterhose. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von Säulenbein oder Reithosenfettsicht. Die Problemzone beschreibt eine symmetrische und atypische Ansammlung von Fettgeweben, welches an Oberschenkeln, Unterschenkeln, Hüften, Unterarm, Oberarm oder im Nachbereich zu finden ist. Neben den ästhetischen Problemen kann eine starke Ausprägung mit Schmerzen verbunden sein. Durch die Druckempfindlichkeit kommt es bei Leidenden oftmals zu blauen Flecken. Durch eine Störung der Kapillarfunktionen kommt es bei Lipödem ebenso zu Wassereinlagerungen. Dies wiederrum kann Spanungsgefühle und Druckschmerzen hervorrufen. In fortgeschrittenem Stadium sind die Problemzonen schlecht durchblutet, sodass die Haut kühl ist.

Ursachen
Lipödem ist hauptsächlich bei Frauen zu verzeichnen. Es trifft oftmals nach der Pubertät oder Schwangerschaft auf. Man geht davon aus, dass die Problemzone teilweise genetisch bedingt ist, aber auch hormonelle Veränderungen oder Gewichtsschwankungen die Ausprägungen verschlimmern. Da die betroffenen Zellen krankhaft sind, ist eine Null-Diät oder dergleichen nicht sinnvoll. Lipödem ist keine direkte Auswirkung von Übergewicht.

Typen
Man unterscheidet fünf Typen von Lipödem.  Der erste Typ beschreibt die Problemzone der Reiterhosen. Hierzu gehören somit die Ansammlung von Fettgewebe an Gesäß und Hüften. Beim zweiten Typ sind Fettansammlungen von der Hüfte bis zu den Knien vorhanden. Der dritte Typ bezieht sich auf Ansammlungen, die bis zu den Knöcheln vorgedrungen sind. Beim vierten Typ sind zusätzlich die Arme betroffen. Der letzte und fünfte Typ umfasst ebenso Ansammlungen an Finger, Zehen, Fuß- und Handrücken.

Damit genauer Ausschluss über die eigene Ausprägung gegeben werden kann, sollte ein Beratungsgespräch bei einem Facharzt durchgeführt werden Da es ebenso Krankheiten gibt, die Lipödem vom Krankheitsbild ähnlich sind, sollte man keine Eigendiagnose vornehmen. Im Gespräch kann man bei entsprechender Diagnose gemeinsam festlegen, welche Lipödem-Behandlung am geeignetsten ist. In Frage kommen z.B. eine Kältekammer, eine Atemphysiotheraphie, eine Fettabsaugung oder eine Lympdrainage.

 

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